Dokumentation: Stadtratshearing „Kulturelle Vielfalt in der Münchner Kulturlandschaft“

Eine große Ehre für uns: wir sind mit unserem Kernthema in einer Dokumentation zum Stadtratshearing Kuturelle Vielfalt in der Münchner Kulturlandschaft prominent vertreten. Hier der Downloadlink zur Pdf-Ausgabe >>.

Im Juni 2025 fand im Stadtteilkulturzentrum LUISE (Kulturzentrum Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt/Sendling) in München ein Stadtratshearing statt, dass seit ein paar Jahren schon vorbereitet wurde.

Für alle, die es nicht wissen: ein Stadtratshearing ist eine öffentliche oder halb-öffentliche Fachveranstaltung, bei der Stadträte Experten, Betroffene und Interessenvertreter zu einem spezifischen, aktuellen Thema anhören. Es dient dazu, komplexe Sachverhalte zu beleuchten, Informationen zu sammeln und einen kooperativen Austausch zu fördern, um Entscheidungsgrundlagen für den Stadtrat zu schaffen. Es muss von einem Stadtrat oder einer Stadträtin beantragt werden.

Es wird primär von Mitgliedern des Münchner Stadtrats (Stadträt*innen, Fraktionen) beantragt, um spezifische Themen öffentlich zu diskutieren. Es handelt sich um ein Instrument der Lokalpolitik, oft in Zusammenarbeit mit Fachreferaten, um Expertise zu aktuellen städtischen Herausforderungen zu hören.

Im Frühjahr 2023 besuchten wir einige Stadtratsfraktionen im Rathaus, um unsere Initiative vorzustellen. Durch die Bank erhielten wir sehr positive Resonanzen und es entwickelte sich ein durchgehender Dialog mit den demokratischen Stadtratsfraktionen, der bis Dato fruchtbare Resultate zum Vorschein bringt. Unser generelles Anliegen ist auch ein Anliegen der Stadtpolitik und das freut uns sehr.

Es war die Idee der Stadträtin Marie Burneleit von der Fraktion „Die Partei/Die Linke“, unserem Hauptthema „Kulturelle Vielfalt in der Münchner Kulturlandschaft“ in Form eines Stadtratshearings Gehör zu verschaffen. Die Stadträtin Marie Burneleit leitete den Antrag in die Wege, dem sich dann auch die Fraktionen der Grünen und der SPD anschlossen. Und so kam es über 2 Jahre später zu diesem Hearing, mit dem wir gar nicht mehr gerechnet hätten.

Die gerade frisch neu besetzte Stabstelle Diversität unter der Leitung von Dr. Kinga Bogyó-Löffler und Kilian Ihler übernahmen hochmotiviert und grundkompetent die Durchführung, somit erfolgte die Organisation der Veranstaltung von der Vorbereitung bis zur Durchführung immer auf Augenhöhe und mit viel Fingerspitzengefühl. Das Thema gewann im Nachgang noch an Momentum und so kam es – insbesondere durch den persönlichen Anschub des Kulturreferenten Marek Wiechers – zu dieser wunderbaren Dokumentation, deren enorme redaktionelle und organisatorische Arbeit die Stabstelle Diversität übernahm. Ein großes Dankeschön dafür an den Kulturreferenten und vor allem an die Stabstelle Diversität!

Gebührende Unterstützung kam auch vom neuen Kulturreferenten der Landeshauptstadt München Marek Wiechers, der dieses Thema zu seiner persönlichen Priorität erklärte und auch Verena Dietl (damals 3. Bürgermeisterin der Stadt) leistete ihren Beitrag zur Verwirklichung dieser wichtigen Veranstaltung.

So fand das Stadtratshearing im Beisein eines äußerst interessierten Fachpublikums aus Kultur und Politik in den Räumen des Kulturzentrums LUISE statt. Danke an die Leitung des Hauses Clara Holzheimer.

Nach den Ansprachen der 3. Bürgermeisterin Verena Dietl und des Kulturreferenten der Landeshauptstadt München Marek Wiechers standen auf dem Programm:

Ein Impulsvortrag der Berliner Initiative „Diversity Arts Culture“: „Kriterien nachhaltiger Diversitätsentwicklungsprozesse mit strukturellem Anspruch“ vonDr. Sandrine Micosse-Aikins (Leitung) und Carolin Huth (Referentin für Behinderung in Kunst und Kultur).

Danach fand eine Podiumsdiskussion unter folgender Besetzung statt:

Tuncay Acar
Kulturaktivist, Veranstalter, Blogger, DJ, Musiker und Mitbegründer der Initiative Kompetenzteam Vielheit.

Sophie Haydee Colindres Zühlke

Choreographin, Tanzerin und Initiatorin vom KALEIDOSKOP Dance Project, aktives Mitglied des Kompetenzteam Vielheit.

Francesco Giordano
Fotograf, bildender Künstler und Gründungsmitglied des LGBTQIA+-Künstlerinnen-Kollektivs queer:raum Gründungsmitglied des Jüdisch-Muslimischer Stammtisches.

Erkan Inan
Leiter der Initiative Kritisch Denken und Mitinitiator des Festivals AusARTen.

Katrin Bittl
Bildende Künstlerin, freie Autorin und Peer-Beraterin für behinderte Künstler innen.

Moderiert wurde die Runde von Sarah Bergh-Bieling (Moderatorin, Kulturmanagerin, pädagogische Mitarbeiterin im Pädagogischen Institut München / Büro BERGH Kultur- und Kunstprojekte / CHAKKARs – Moving Interventions).

Für den musikalischen Rahmen sorgten: Abathar Kmash und Wilbert Pepper vom Duo Ogaro.