LET*S GATHER | LET*S LISTEN | LET*S TALK – SPECIAL EDITION 2026 BETWEEN SPEAKING AND LISTENING

Sophie Colindres und Jan Struckmeier im Gespräch mit Tunay Önder und Sándor Klunker.
Begrenzte Platzzahl. Keine Anmeldung erforderlich.
Das Format let*s talk ist ein Begegnungs- und Austauschformat, das sich aktuellen Fragen und Strömungen aus den diversen Teilen der Vielheitsgesellschaft stellt und nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden fragt.
Nach vier Ausgaben 2025 findet let*s talk ab 2027 ein neues Zuhause im disKursraum. In der Sonderausgabe im Herbst 2026 blicken Sophie Colindres und Jan Struckmeier als Gastgeber*innen auf die Gespräche und Inhalte der vier Ausgaben des vergangenen Jahres zurück. Ihre Gäst*innen sind Tunay Önder und Sándor Klunker als Teil des gestalterischen und kuratorischen Teams des disKursraums selbst. Ausgehend von jeweiligen praktischen Erfahrungen und Perspektiven sprechen sie über die Notwendigkeit der Schaffung von Begegnungsräumen, in denen resilienzfördernder Austausch, eine neue Gesprächskultur und Raum für mehr Mut und Teilhabe (braver space) gelingen kann.
Moderation:

Jan Struckmeier ist interdisziplinärer Künstler, Dramaturg und Kurator für performing arts. Seine Themenfelder umfassen die Bereiche Diversität und Inklusion, zeitgenössische Kunst in Kyjiw und aktuelle Diskurse in der Ukraine, sowie Community-basierte Räume, die radikal prozessorientiert konzipiert werden.

Sophie Haydee Colindres Zühlke ist deutsch-honduranische Choreografin, Tänzerin und Kuratorin in München. Sie bewegt sich zwischen Bühne, Community und Diskurs und schafft mit dem Format let*s talk, ihrem Kollektiv Kaleidoskop Dance Project und einer wöchentlichen FLINTA Freestyle Dance Session Räume für Begegnung, Vielfalt und Empowerment.
Gesprächspartner*innen:

Sándor A. Klunker ist Deutscher ungarisch-nigerianischer Herkunft. Er ist Social Designer, Berater und Vermittler in Kultur- und Bildungskontexten. Als Inter-Kultureller Trainer begleitet er Menschen in Organisationen & Institutionen zu Öffnungsprozessen & Diversifizierung und entwickelt Workshop- und Bildungsformate in sozio-kulturellen Kontexten zum Umgang mit Fragen der Gestaltung von Diversität, Anti-Diskriminierung, Gleichberechtigung und Inklusion. Er hat selbst Adoptionsbiografie, ist Vater von 4 leiblichen Kindern (M11/W19/M21/M29) und lebt in München.

Tunay Önder ist Autorin, Künstlerin und Kuratorin im Bereich der darstellenden Künste. Sie arbeitet im Münchner Kulturreferat für Public History und realisiert kuratorische Projekte an diversen Kulturinstitutionen. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Auseinandersetzung mit rassistisch motivierter Gewalt und gesellschaftlicher Erinnerung. Als Autorin und Dramaturgin war sie an verschiedenen Dokumentartheaterproduktionen beteiligt. Gemeinsam mit Christine Umpfenbach und Angehörigen der Opfer entwickelte sie zuletzt „Offene Wunde“, das 2024 am Münchner Volkstheater uraufgeführt wurde.Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen postmigrantische Perspektiven, Erinnerungskultur, soziale Ungleichheit und emanzipatorische Praktiken in postkolonialen Migrationsgesellschaften. Gemeinsam mit Dr. Imad Mustafa gründete sie den Blog „migrantenstadl“, aus dem 2018 eine gleichnamige Publikation hervorging. Sie ist zudem Mitherausgeberin der Anthologie „Urteile“ über die NSU-Morde. 2026 erschien „Alman’ach“ (icon Verlag), eine Sammlung von Texten und Bildern aus ihrer performativen Praxis, die ein Panorama postmigrantischer Gegenwart entwirft.